Auszug von radio utopie
EU-Gesundheit II: Wieviel Vitamine, Pestizide & Medizin braucht der Mensch?
Autor: He-Ka-Te
“Der Europäische Gerichtshof hat die Vorgehensweise gebilligt, dass Stoffe, bei denen wissenschaftliche Daten fehlen, nicht zugelassen sind. Dies bedeutet dass die Stoffe, die ihre Unbedenklichkeit noch nicht nachgewiesen haben, nach dem „ex Ante-Prinzip“ vom Markt genommen werden müssen. Dazu gehören sämtliche Naturheilpflanzen die seit Jahrtausenden von Jahren bereits in großem Umfang zu medizinischen Zwecken genutzt wurden.”
Paracelsus würde sich im Grabe umdrehen - würde er es wissen.
Und tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren unzählige Medikamente auf Wirkstoffbasis von verschiedensten Pflanzen aus dem Geschäft gezogen. Die Frist, diese und andere Medikamente, zur Zulassung einzureichen läuft im Dezember 2009 ab. Warum dennoch keine Zulassungen angestrebt werden hängt mit dem immensen Kostenaufwand zusammen die eine Zulassung mit sich bringt. Zusätzliche toxikologische Tests sind mit zu erwartenden Kosten von ca. 150 000 bis 200 000 Euros () pro Produkt zu veranschlagen, die sich kaum ein kleines Unternehmen leisten kann. Eine vereinfachte Zulassung verlangt ein Qualitäts-Dossiers, womit die Kosten noch einmal steigen und auch nicht gewährleistet ist ob es dann auch zur Zulassung kommt. Weitere Ausgaben für Tests und Zertifikate kommen hinzu. In den Niederlanden () z.B. sind mittlerweile viele Tausende von homöopathischen Mitteln vom Markt verschwunden.
Und das obwohl jede fünfte Pflanze weltweit eine Heilpflanze ist!
Sinnvolle strukturelle Veränderungen seien nicht möglich wegen des Widerstandes der Pharmalobby, antwortete der ehemalige Gesundheitsminister Horst Seehofer, heute Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, gegenüber einer Frage des Reporters der TV-Sendung FRONTAL 21 im Jahre 2006. In dem Beitrag des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) ging es damals um die zweifelhaften Methoden der Pharma-Industrie, mit neu zugelassenen Scheininnovationen die Preistreiberei bei den Medikamenten auf die Spitze zu treiben. Etwa 1,3 Milliarden Euro gehen jährlich auf das Konto dieser Scheininnovationen, rechnete Pharma-Experte Prof. Peter Schönhöfer vor.
Nur sieben von 450 neuen Substanzen sind nach Auffassung der Antikorruptionsorganisation Transparancy International tatsächlich so etwas wie innovativ. Auch erwiesenermaßen unwirksame Präparate halten sich bereits seit Jahren hartnäckig auf dem Markt. Was zumindest den Zweifel daran nahe legt, dass unser Zulassungssystem für Arzneimittel wirklich objektiv funktionieren würde.
Wer noch mehr erfahren möchte darf sich, mit nur einem KLICK, selbst informieren. Der versteckte Einfluß der Pharmalobby macht auch vor den Parlamenten nicht halt.
Gesunde Ernährung die Erste!
Wozu Medizin, wenn Produkte Vitamine enthalten?
Heute geht das Ganze Programm bereits einen Schritt weiter. Vitamine und Mineralstoffe sollen reguliert auf dem Markt erscheinen. Höchstmengen selbiger in Produkten werden bestimmt und festgelegt.
Die Begründung lautet dem zur Folge wohl “zuviel Vitamine und Mineralstoffe machen krank”.
Seitens der EU und selbstverständlich nun auch ausgehend von der Bundesrepublik nennt man es “Harmonisierung von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln“. Auf hochdeutsch bedeutet dies nichts anderes als:
Kaufen Sie Ihre Möhren doch in der Apotheke (); aus kontrollierten Pharma-Petrischalen!!
Vielleicht sollte man noch erwähnen wer diese Höchstmengen festlegt?! Es ist genau dasselbe Institut welches für die Zulassung von Monsanto Genmais zuständig ist: EFSA ()
Die angestellten Wissenschaftler waren im Rahmen von Meta-Studien darauf gekommen, das zuviel Vitamin A und E sowie Betakarotin die Lebenserwartung verkürzen könnten. Statistisch gesehen gab es laut Prof. Dr. med. Hans K. Biesalskiauf (Direktor des Institutes für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim) allerdings überhaupt keinen Unterschied zwischen Vitaminbehandelten und Unbehandelten. Die positiven Eigenschaften von aufgenommenen Vitaminen seien weltweit wissenschaftlich bestätigt, von daher gehe kein Grund zu Besorgnis aus.
Der EFSA, sowie auch der EU (die sich auf EFSA beruft) und der BRD scheint dies also völlig egal zu sein…
Die kommen sogar auf noch ganz andere Ideen!
Gesunde Ernährung die Zweite!
Wozu Vitamine, wenn Produkte Pestizide enthalten?
„Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung 149/2008, am 1. September, gelten EU-weit neue Pestizidhöchstwerte. Damit erreicht die seit Jahrzehnten fortschreitende EU-Harmonisierung der Pestizidhöchstwerte in Lebensmitteln ihr vorläufiges Ziel: Alle bis dato noch nicht harmonisierten Pestizidwirkstoffe erhalten neue, europäisch geltende, gesetzliche Höchstwerte; teilweise bis um das 1000-Fache angehoben“; in Berufung auf das amerikanische Handelssystem.
“Codex Alimentarius ist Latein und bedeutet „Lebensmittel-Gesetzessammlung“. Es ist und wird eine Zusammenfassung von Regelungen sein (da der Regelungsprozess noch im Gange ist), die viele verschiedene Lebensmittelkategorien einschließen. Das internationale Gremium, das diese globalen Handelsstandards für Lebensmittel festsetzt, ist die Codex Alimentarius Kommission. 1963 ins Leben gerufen als Resultat von Resolutionen, die 1961 auf einer Konferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization, FAO) verabschiedet wurden, und nun gemeinsames Gremium für und finanziert von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, hat die Codex Kommission ungefähr 27 aktive Fachkomitees, die sich mit verschiedenen strittigen Themen im Bereich von Lebensmitteln und Lebensmittel-Kennzeichnung beschäftigen, angefangen von Fisch und Zusammensetzung von Säuglings- und Kindernahrung, bis hin zu Lebensmittelzusatzstoffen und pflanzlichen Proteinen. Turnusmäßig ist für jedes Komitee ein bestimmtes Land der Gastgeber, das den Vorsitzenden und den Tagungsort in diesem Land stellt.
Das dargelegte Ziel der Kommission ist es, die Gesundheit der Öffentlichkeit zu fördern und zu schützen. Dies ergibt sich aus der Zielrichtung, die sich die FAO gesetzt hat, „Lebensmittelsicherheit für alle zu erreichen“ und aus ihrer Absicht „sicher zu stellen, dass die Menschen geregelten Zugang zu ausreichend hochwertigen Lebensmitteln haben, um ein aktives, gesundes Leben führen zu können.“ Mit der Errichtung der Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) 1995 und dem daraufhin erfolgten Abschluss verschiedener Handelsabkommen und anderer Abkommen ist das zusätzliche Ziel auf die Tagesordnung gekommen, Handelsbarrieren abzubauen.“
„Für den Handel mit Obst, Gemüse und Getreide stellt dies eine große Erleichterung dar, denn es müssen nicht mehr unterschiedliche nationale Höchstwerteregelungen berücksichtigt werden. Doch was sind die Folgen für die KonsumentInnen?”
Zur Beantwortung dieser Frage stellt GLOBAL2000 gleich zwei Dokumente zur Verfügung:
http://www.global2000.at/download/file5013.pdf
http://www.global2000.at/download/file5015.pdf
Wir zitieren nur 1 von 100en Pressestimmen:
“07.04.2008, lid - Die Kantonslabors Basel-Stadt und Aargau stellten in rund 80 % der von ihnen getesteten Salate Pestizide fest. Vor allem bei Importwaren aus Italien und Frankreich seien die Höchstwerte weit überschritten worden, zitiert die Nachrichtenagentur SDA einen Bericht der “Sonntags-Zeitung”. Besonders betroffen waren die Sorten Kopfsalat und roter Lollo. Ebenfalls hohe Grenzwertüberschreitungen wurden bei Eichblatt- und Rucolasalat festgestellt.“
Dass dies kein Einzelfall ist weist die Tabelle der Lebensmittelüberwachung in NRW nach.
ganzer Text/Quelle/links
Siehe auch: Codex Alimentarius