Auszug von karl-weiss-journalismus
Benno Ohnesorg wurde kaltblütig ermordet
von Karl Weiss
Wir haben das schon damals gesagt – und wir hatten recht!
Wer zu jener Zeit Student im ersten Semester war und gerade mal 20 Jahre alt, der empörte sich mit der Ermordung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 durch einen Polizisten, dessen Namen mit Kurras angegeben wurde. Das Auftreten des Unterdrückungs-Herrschers Schah Rezah Pahlevi aus dem damals noch Persien genannten Staat, wurde in Berlin (damals „West-Berlin“) mit brutaler Polizei-Gewalt „beschützt“ und unter bewusstem Einsatz von „Prügel-Persern“ mit langen Latten, mit denen Sie brutal in die protestierende Menge hineinschlugen. Am Abend kam dann der Mord an Ohnesorg dazu.
Damals war Berliner Innensenator ein gewisser Gustav Heinemann, der es später bis zum Bundespräsidenten brachte und als „Vermittler“ hoch im Kurs stand. Doch er war der Hauptverantwortliche für diese Polizei-Exzesse – und wenn nur durch ein ausdrückliches Nicht-Verbieten solcher Methoden.
Kurras behauptete, er habe in einer Situation die Waffe gezogen, in der er von Demonstranten überwältigt und zu Boden geworfen war. Der Schuss habe sich dann versehentlich gelöst. Er wurde frei gesprochen.
Damals bildete sich sogar eine Gruppe, die von der Obrigkeit als „Terrororganisation“ eingestuft wurde, die sich den Namen „Bewegung 2. Juni“ gab, dem Datum der Ermordung Ohnesorgs.
Viele, viele, viele Jahre später stellt sich heraus: Kurras war nicht nur Westberliner Polizist, er war auch Agent des DDR-Geheimdienstes, also eine extrem dubiose Person.
Nun, nachdem neue Dokumente zugänglich wurden, wurde klar: Kurras war ein „Schützenkönig“, er konnte mit seiner Dienstpistole auf Entfernungen, die vorher unbekannt waren, Ziele treffen (oder soll man sagen „Leute treffen“), wie das kein anderer Polizist konnte. Die (West-) Berliner Polizei hat damals bewusst Beweise gefälscht, um Kurras’ Version glaubhaft erscheinen zu lassen.
Es steht nun fest: Er hat ihn absichtlich erschossen. Er war ein fanatischer Hasser von „Linken“ wie jenen, die damals gegen das brutale Unterdrückungsregime des Schahs protestierten. Er erschos Ohnesorg gezielt und aus purem Hass. Das gibt tiefen Einblick in die Gedankenwelt der damaligen DDR-Funktionäre. Wenn bestimmte ehemalige SED-Funktionäre und DDR-Jugendverbands-Funktionäre wie Frau Merkel heute beteuern, sie hätten sich nur für den Fortschritt der Menschheit eingesetzt, so muss man das spätestens jetzt hinterfragen.
Man muss vielmehr davon ausgehen, die DDR-Obrigkeit war um nichts besser als die aus ehemaligen Nazis zusammengesetzte des Westens, von wegen „realen Sozialismus“.
Und was die westdeutschen Sicherheitsbehörden anbetrifft: Damals wurden wir heftig gescholten, wenn wir sagten, Ohnesorg sei ermordet worden. Heute weiss man, wir hatten recht.
Glauben Sie also nicht denen, die sich dem System anbiedern, glauben Sie den Linken: Dies System ist zutiefst verfault und muss abgelöst werden!
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Siehe auch: Geheimdienstliche Leichenschändung