Auszug von karl-weiss-journalismus
Wirtschafts-Krise beginnt
von Karl Weiss
Die Welt-Konjunktur im Rückwärtsgang
Wer aufmerksam die letzten Monate verfolgt hat, der musste bereits eine negative Entwicklung der Weltkonjunktur befürchten und einige der „Wirtschafts-Weisen“ hatten dies auch schon vorhergesagt, aber nun gibt es handfeste Zahlen: Die Welt-Stahlproduktion im November 2011 sank um 6,4% im Vergleich zum Vormonat und um über 11% im Vergleich zum Allzeithoch der Welt-Stahlproduktion im Mai 2011.
Der Höchststand der Welt-Stahlproduktion liegt bei fast genau 130 Millionen Tonnen im Monat, im November wurden 115,5 Millionen Tonnen erreicht. Für Deutschland liegen auch bereits die Dezember-Zahlen vor: Hier haben wir einen Einbruch von über 12 % im Vergleich zum November mit etwa 3 Millionen Tonnen Stahl. Gegenüber dem Vorjahresmonat war der Rückgang bei fast 5 % gelegen. Gegenüber dem Höchststand im Mai 2011 allerdings ist es ein Minus von über 26 %! Man kann hier bereits vom Eintreten in eine Krise reden.
Das belegt, es gibt jetzt bereits eine grosse Anzahl von klar belegten Zahlen für den Eintritt in eine weltweite Krise: Der Baltic Dry Index (Schiffs-Fracht-Aufträge) zeigt extrem negative Werte, ebenso wie die Frachtraten von Grundgütern wie Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide – und dazu kommt nun die Welt-Rohstahl-Produktion.
Es kann keinen Zweifel mehr geben: Die Weltwirtschaft tritt in diesem Moment in eine Wirtschaftskrise ein! Natürlich müssen für eine endgültige Aussage die Werte mehrer aufeinanderfolgender Monate untersucht werden, aber angesichts der allgemeinen Daten, die vorliegen, weiss man ja ebenfalls, dass ein Eintreten in eine globale Wirtschaftskrise höchst wahrscheinlich ist.
Die Auswirkungen davon werden unser Leben in den nächsten Jahren entscheidend verändern!
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