Deutschland in der Weltwirtschaftskrise - Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte vergessen von Jochen Hoff
Einer Bank der gerade ein Wert von 0 Euro bestätigt wurde, neben den bisher 100 Milliarden an Steuergeldern noch weitere 7 Milliarden hinterherzuwerfen ist zwar Wahnsinn, aber dieser Wahnsinn ist die Methode Merkel/Steinbrück. Die HRE freut sich und wird auch diese Milliarden verballern. Natürlich bekommt auch die IKB die an Lone Star verschenkt wurde, damit kein Abgeordneter jemals nachprüfen kann, wie hoch Josef Ackermann und die Deutsche Bank auf diesem Weg subventioniert wurden, weitere 7 Milliarden an Garantien und wird sie verjubeln.
Das ist laut Steinbrück und Merkel alles nicht aufregend. Sie sehen sich genau im Plan um Deutschland vollständig zu ruinieren und schließlich haben sie ja ihre Befehle vom Großkapital. Vor der Bundestagswahl tun sie noch so, als gäbe es einen Plan. Nach der Bundestagswahl, werden die Menschen sehen, dass es nicht einmal eine Idee gibt. Da wo sie heute von Garantien sprechen, ist das Geld morgen weg und es wird noch viel mehr in dieses dumme Spiel fließen.
Da sind die Amerikaner schlauer. Die haben am Freitag gerade drei weitere Banken mit einem Gesamtkapital von fast zwei Milliarden Dollar in die Pleite geschickt und damit Bank Nummer 84 in diesem Jahr abgehakt. Aber auch das restliche Europa weiß, was zu tun ist und hat die Lohnuntergrenzen bei den Mindestlöhnen auf durchschnittlich 8,40 Euro angehoben um die Binnenkaufkraft zu erhalten.
Dänemark, Schweden, Finnland, Österreich, Italien und Zypern haben wie Deutschland auch keinen Mindestlohn, dafür aber sehr strikte Tarifverträge die diesen Mangel ersetzen und praktisch einen Mindestlohn bilden. In Deutschland der Hochburg der neoliberalen Verbrecher steht Angela Merkel und die CDU/CSU knallhart gegen einen Mindestlohn. Die Merkel fürchtet, dass wenn die Menschen anständig bezahlt werden, Josef Ackermann und Frau Scheffler sich nicht mehr von ihr im Kanzleramt bedienen lassen.
Aber Angela Merkel und ihre menschenfeindlichen Freunde und Auftraggeber haben ja ihren Mindestlohn. Der heißt in Deutschland Hartz IV und wird nach der Bundestagswahl um 30 Prozent gekürzt werden, egal was Frau Merkel heute lügt. Dazu passt gut die Tatsache, dass nach DGB-Berechnungen in Niedersachsen jeder Dritte nach seiner Entlassung nicht ins Alg 1 kommt, sondern direkt nach Hartz IV abstürzt. In anderen Bundesländern dürfte die Situation ähnlich sein.
Das ist übrigens gewollt. Die Menschen sollen in die Armut geschickt werden damit sie sich noch leichter ausbeuten lassen und aus Geldmangel auch ihre Rechte nicht einklagen können. Dazu kommt dann Schäuble mit der Bundeswehr im Inneren um Aufstände schnell niederschießen lassen zu können. Da passt auch gut, dass durch den Vertrag von Lissabon, der je eine europäische Verfassung ersetzen soll, hinterrücks die Todesstrafe wieder eingeführt wird.
Egon W. Kreutzer führt eine beeindruckende Liste der verlorenen Arbeitsplätze seit dem 30. März 2009. Nach dieser Liste gingen seitdem 401.032 Arbeitsplätze verloren, was 8.533 Arbeitsplätze im Monatsdurchschnitt bedeutet. Bedenkt man, dass das Großkapital über seine Manager mit der Regierung Merkel ein Geheimabkommen geschlossen hat, mit den eigentlichen Entlassungen bis nach der Bundestagswahl zu warten um ganz sicher Schwarz/Gelb an die Macht zu bringen und dadurch die Ausbeutung noch leichter zu machen, dann wird klar was auf Deutschland zurollt.
Aber die Situation wird noch schlimmer als befürchtet. Die marktradikalen Wirtschaftsfaschisten haben von Wirtschaft eben keine Ahnung. Während die Großkonzerne und Banken gehätschelt werden, ist der Mittelstand in der Geldklemme. Eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent wäre bei diesen Firmen der Normalfall. Tatsächlich liegen aber immer mehr unter 10 Prozent Eigenkapital. Die Eigenkapitaldecke aber entscheidet ob die Banken Kredite geben.
In der Weltwirtschaftskrise brechen Aufträge, Umsätze und Gewinne ein. Eigentlich müssten die Unternehmen gerade jetzt ihre Eigenkapitaldecke, aus Gewinnen die im Unternehmen verbleiben, stärken, um Überleben zu können. Tatsächlich passiert aber das Gegenteil die Rezession zehrt die Kapitaldecke auf und schon bald sind größere Pleitewellen in der mittelständischen Wirtschaft zu erwarten. Damit wird das Rückgrat der deutschen Wirtschaft zerschlagen.
Das ist übrigen so gewollt. Auch wenn die Politik immer vom Mittelstand redet, soll dieser im Grunde genommen zerschlagen werden. Ein System wie in Japan, wo wenige in gut bezahlten Vorzeigeunternehmen arbeiten und die Mehrheit in mehr als prekären Arbeitsverhältnissen als billige Werkbank dienen. Die sogenannten Mittelstandsvertreter wie Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) ist, haben mit mittelständischer Wirtschaft so gut wie nichts zu tun.
Tatsächlich kommt Ohoven aus dem Bereich der Finanzberater und Steueroptimierer. Also genau daher, wo die Geschäfte angeleiert wurden, die, die Weltwirtschaftskrise verursacht haben. Auch seine Firmen fielen durch dubiose Marktingmethoden und Falschberatung auf. So ein Mann weiß nicht einmal um die Sorgen eines mittelständischen Produktionsbetriebes.
Vor der Bundestagswahl wird mit allen Mitteln versucht die Lage rosig zu malen. Die offiziellen Schönwetterprognostiker vom Statistischen Bundesamt (Amt für haltlose Lügen und Volksbetrug) reden davon, dass Investitionen die Talfahrt der deutschen Wirtschaft stoppen, weil der Absturz der Wirtschaft mal einen Moment Pause macht.
Dieses Bild kennen wir allerdings auch aus der großen Depression. Es gab immer wieder mal Schulterbildungen und ab und zu sogar so etwas wie einen Aufschwung, aber es ging immer weiter abwärts. Das wird auch jetzt passieren. Die weltweit aufgebrachten Konjunkturmittel und die Milliarden die an die Banken gingen, haben den Abschwung lediglich kurzfristig gebremst. Das liegt vor allem daran, dass die Bankster bereits wieder in ihren Casinos sitzen und weiterspielen wie eh und je, während der Realwirtschaft das Geld fehlt.
Aber auch die riesige Staatsverschuldung hängt wie ein Damoklesschwert über der Realwirtschaft. Die USA wollen ihr Defizit bis 2019 um 9.000.000.000.000 (9 Billionen) Dollar erhöhen. Ob die Chinesen dass auch alles bezahlen können? Selbst der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, der früher ja mal Chefökonom der Weltbank war, zweifelt daran, dass der Dollar noch als Weltreservewährung geeignet ist.
Die deutschen Qualitätsmedien berichten nicht gerne über Gerald Celente oder bezeichnen ihn gerne als Untergangspropheten. Leider hat er mit seinen Vorhersagen viel zu oft Recht behalten. Andreas Hoose, der Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, fasst die Thesen Celentes auf CONTRACOMA zusammen:
1. Gerald Celente erwartet, dass wir derzeit den Beginn der größten Depression aller Zeiten erleben. Diese werde schlimmer verlaufen als die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Die USA würden im Zuge dessen auf das Niveau eines Entwicklungslandes zurück fallen. Spätestens im Jahr 2012, dem mutmaßlichen Höhepunkt der Krise, sei die Lebensmittelversorgung der eigenen Familie das zentrale Problem für die Menschen. Anders als in den 1930er Jahren seien Regierung, Unternehmen und Bürger heute über alle Maßen verschuldet. Dies werde dazu führen, dass die Krise weitaus schlimmere Folgen haben werde als damals.
2. Nach Ansicht von Celente ist das Finanzsystem in einem Prozess des totalen Zusammenbruchs begriffen. Ein Kollaps, der systembedingt ist und der nicht mehr gestoppt werden kann. Der Versuch, zu seiner Rettung die Gelddruckmaschine anzuwerfen und die Zinsen zu senken, werde scheitern. Die Schaffung von 2,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen durch die Ausgabe von mehr Geld, wie es derzeit in den USA versucht wird, werde eine Hyperinflation ähnlich wie während der Weimarer Republik 1923 auslösen.
3. Die Krise könne nicht mit den gleichen Personen und Kräften gelöst werden, die für die Verwerfungen verantwortlich seien. Celente meint US-Wirtschaftsberater Larry Summers und US-Finanzminister Timothy Geithner, die unter Ex-Präsident Bill Clinton mit der Abschaffung des Glass-Seagull-Gesetzes die Trennung der Geschäftsbanken von den Investmentbanken ermöglicht hatten. Dies erst hatte zur weltweiten Überschwemmung der Finanzmärkte mit Derivaten geführt - den von Warren Buffett gegeißelten „finanziellen Massenvernichtungswaffen“.
4. Die billionenschweren Rettungspakete für die Banken werden nach Ansicht Celentes wirkungslos verpuffen. Anders als erwartet, würden die Banken die eigene Rettung als Aufforderung verstehen, so weiter zu machen wie bisher (Anmerkung: Prognose eingetroffen - genau das geschieht gerade). Die Banken würden auf den Rettungsgeldern sitzen bleiben, anstatt diese in Form von Krediten an die Wirtschaft weiter zu geben. Dies werde die Krise weiter verschlimmern.
5. Für die kommenden Jahre sagt Celente den völligen Zusammenbruch der Weltwirtschaft voraus. Nach dem Kollaps des Einzelhandels werde der Zusammenbruch auf dem Markt für gewerbliche Immobilien folgen. Massenarbeitslosigkeit, Armut, Revolten, bürgerkriegsähnliche Zustände und die Verelendung weiter Bevölkerungsschichten seien die Folge.
6. Die Krise werde weitaus dramatischer verlaufen als die „Große Depression“ der 1930er Jahre. Der Grund: Während die Menschen seinerzeit gespart und für Notzeiten vorgesorgt hatten, hätten Staat, Bürger und Unternehmen heute Schuldenberge von nie gekanntem Ausmaß angehäuft.
Erschwerend komme hinzu, dass die Vereinigten Staaten in den 1930er Jahren der Produktionsmotor der gesamten Welt waren, während sich dies heute ins Gegenteil verkehrt habe. Eine Folge der Massenarbeitslosigkeit werde daher Massenarmut sein, die in etwas abgeschwächter Form auch Europa erreichen werde.
7. Die Depression wird nach Ansicht von Gerald Celente noch viele Jahre dauern. Die einzige Möglichkeit, das Desaster abzuwenden, wäre eine völlig neue Technologie, die ähnlich wie das Internet die Wirtschaftsprozesse revolutionieren und für eine massive Produktivitätssteigerung sorgen könnte. Vergleichbares sei jedoch nicht in Sicht.
Die Depression der 1930er Jahre wurde erst mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und den damit verbundenen Produktionssteigerungen beendet. Ähnlich wie damals sei auch heute die Kriegsgefahr massiv gestiegen. Celente denkt dabei weniger an den Einsatz von Massenvernichtungswaffen als an High-Tech-Angriffe gegen weniger entwickelte Länder wie Iran oder Afghanistan.
8. Mit der gerade beginnenden schwersten Weltwirtschaftskrise seit Menschengedenken sieht Gerald Celente auch das Ende des Euro gekommen. Erste Anfänge eines Zusammenbruchs der Gemeinschaftswährung seien mit den jüngsten Entwicklungen in den südlichen Ländern Italien, Spanien, Portugal und Griechenland zu erkennen.
9. Im Zuge der weltweiten Krise erwartet Celente soziale Unruhen weltweit, besonders betroffen seien die USA. Doch auch in Europa, Indien und China würden schwere Unruhen ausbrechen.
10. Celente rät zum massiven Ausbau der Selbstversorgung: Kleinere Gemeinschaften und Gemeinden sollten Anstrengungen unternehmen, weitgehend autark zu werden, etwa in Fragen der Stromversorgung, bei der Energiegewinnung und bei der Produktion von Lebensmitteln.
Sie meinen es wird nicht so schlimm kommen. Es wird schlimmer kommen weil die Menschen von Monat zu Monat vertröstet werden und man ihnen falsche Hoffnungen vorspielt. Weil sie anstatt in Selbstversorgung zu investieren in marode Wertpapiere und sonstige Geldanlagen investieren und sich mit Zahlungen an die Riester-Betrüger und sonstigen Rentenunsinn ein sorgenfreies Alter erkaufen wollen, dass sie vermutlich nicht einmal erleben.
Was Celente nämlich auch sagt, ist das offensichtliche. Man kann dieses Problem auch durch Krieg lösen. Bisher wurde es immer so gelöst. Die Menschen müssen sich wehren, müssen aufpassen und wachsam sein. Eine besonnene Revolution zur richtigen Zeit, könnte das schlimmste verhindern. Eine unbesonnene Revolution könnte das ganze aber noch um einen Bürgerkrieg verschlimmern. Seid wachsam.